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"GRENZENLOS glücklich - ABSOLUT furchtlos - IMMER in Schwierigkeiten" ...

... heißt die nächste Ausstellung in der galerie fuenFinga und Ute Kreuzer aus Weisendorf hat sie mit ihren Werken ausgestattet und gestaltet.

Der Titel zitiert einen Text der Theologin Dorothee Sölle und beschreibt ein Lebensideal, an dem sich auch Ute Kreuzer orientiert.

In den gezeigten Kalligraphien geht es vodergründig um die Schönheit des Schriftbildes sowie um eine ansprechende Gestaltung eines ausgewählten Textes in den Grenzen der Schrift. Aber das stimmt eben nur auf den ersten Blick. Dahinter geht es um das Überschreiten dieser Grenzen, es geht darum, dies mit Respekt, aber gleichzeitig furchtlos zu tun, und ganz selbstverständlich gerät man dabei als Künstler immer in Schwierigkeiten. In einem neuen und unbekannten Terrain gibt es eben keine bewährten Rezepte.

So ist es auch hier: ein Text ist nicht nur ein Text, den man schön und ausdrucksstark hinschreiben kann - er ist gleichzeitig Werkzeug und Produkt, er ist Hammer und Amboss, er formt und beeinflusst all die graphischen Elemente um sich herum und wird gleichzeitig geformt und somit zu einem voll integrierten Bestandteil des Bildes. Als solcher kann er dominieren, prägen und hervorstechen, er kann aber auch zurücktreten und ganz unauffällig Struktur und Textur in ein Bild weben, daß sonst keinen Halt hätte.

Es sind immer wieder die gleichen Texte, die von der Künstlerin geschrieben und geformt werden. Grenzenlos ist ihre Geduld bei dem Versuch, einen einzelnen Text immer wieder schreibend und gestaltend zu begleiten auf seinem Weg von der Hand der Künstlerin auf das Papier bis hin in die Ausstellung und in das Auge des Betrachters. Zu dieser Gestaltung gehören auch Figuren, die immer wieder auftauchen: der furchtlose Rabe etwa oder der Gartenzwerg auf dem Skateboard. Diese Figuren nutzen den Text als Halt, als Grundlage und Orientierung und bewegen sich so in und auf ihm mit großer Sicherheit und Selbstverständlichkeit. Dabei kommen sie aus einer ganz anderen Welt, mit ihren eignen Herausforderungen und Schwierigkeiten.

So entstehen Bilder im Spannungsfeld zwischen Text, Graphik und Erzählung, geschriebene Bilder eben, und es ist bereichernd, sie zu lesen.

Die Ausstellung ist bis Ende März zu sehen.

Einen guten Überblick über das Schaffen von Ute Kreuzer bietet ihre Website - ein Besuch lohnt sich.



Das war "Grün - Wald" ...

... eine Ausstellung mit Bildern der Künstlerin Sonja Grünbaum.

Der Wald - sowohl als Landschaft als auch als Atmosphäre - und die Insel Island mit ihren Menschen und Naturgewalten sind in den letzten Jahren für Sonja Grünbaum zur Quelle ihrer Kunst geworden. Dort findet sie die Anregungen und die Motive für ihre Bilder. Aber eigentlich sind diese Motive nur der Anlass für ihre Kunst, die ursprüngliche Motivation. Ihre Kunst dreht sich im Kern um die emotionale und atmosphärische Strukturierung von Farbräumen im Wechselspiel zwischen Fotografie und Malerei.

Dieses Wechselspiel zelebriert sie mit Leidenschaft, einem geschulten Auge und einem enormen Einfühlungsvermögen für die Wirkung und Bedeutung von Farbe auf bzw für Menschen. Die Farben sind immer intensiv, nie zurückhaltend; sie spielen sich immer im Vordergrund ab, nie im Hintergrund; sie wollen gesehen werden, sie verstecken sich nicht. Sie harmonieren und kontrastieren, sie vertragen sich und sie reiben sich aneinander. Der verschwenderische Reichtum von "Grün" in all seinen Facetten und Nuancen wird vorgetragen und erlebbar gemacht. Der Wald zeigt so seine Kraft und seine Schönheit - aber auch seine Verletzlichkeit ... und erinnert uns so an unsere Verantwortung für den Umgang mit der Natur, für den Respekt ihr gegenüber und für Ihre Bewahrung.

Das Gesagte gilt für die Fotografien genauso wie für die gemalten Bilder, beides ist oft nur schwer unterscheidbar. Das macht das Werk dieser Künstlerin so spannend und gleichzeitig so gut antizipierbar.

Die Künstlerin hatte zwei Gäste mitgebracht: Martina Schiele mit archaischen Holzskulpturen (auch auf ihrer Website zu besichtigen) und Natalia Balzer mit farbenfrohen Skulpturen von Fantasie-Insekten.

Die Fotos von der Vernissage hat - wie schon so oft - Klaus Hofmann gemacht. Ein Besuch seiner Website lohnt sich!



Wir machen Pause ...

... bis zum 15.02.2018.

In dieser Zeit ist unsere Galerie geschlossen!

© galerie fuenFinga Ausstellungsraum: Hauptstraße 13, 91085 Weisendorf impressum